Im Schatten des Alkohols

Der geplante TV-Dok wirft ein Schlaglicht auf das Schicksal der schwächsten Betroffenen der Volkskrankheit Nr. 1 in der Schweiz, dem Alkoholismus: auf die Kinder.

Kinder von alkoholkranken Elternteilen wachsen unter widrigsten Umständen auf und kämpfen - oft seit frühester Kindheit - für eine Normalität innerhalb ihrer Familie. Sie sind ganz der elterlichen Willkür ausgesetzt und übernehmen gezwungenermassen viel zu früh Verantwortung. Sie schlüpfen in die Rolle von Erwachsenen und kümmern sich um die Mutter oder die Geschwister. Tapfer versuchen sie Strukturen aufrecht zu erhalten, die sich immer mehr auflösen: es wird nicht mehr regelmässig gekocht, geschlafen, gewaschen. Sie überwachen den Abhängigen und versuchen ihn vom Trinken abzuhalten. Die Angst, jemand könnte es merken und sie ins Heim stecken, sitzt ihnen im Nacken. Sie haben Schuldgefühle und reagieren mit Schlaf- und emotionalen Störungen wie Ängste und Depressionen. Oder sie werden aggressiv, straffällig und bereiten Probleme in der Schule - auch das ein einziger Hilfeschrei.

Der Film soll der Frage nach gehen, was für Auswirkungen eine Kindheit im Schatten das Alkohols auf das Leben hat. Es ist ein unsichtbares Handicap, welches Erwachsene aus Trinkerfamilien ein Leben lang begleitet. Es sind körperliche und psychische Einschränkungen aus einer Kindheit voll Gewalt und Entbehrungen. Es sind die Ängste um die eigenen Kinder und Scham und Minderwertigkeitsgefühle im ganz normalen Alltag.

Fertigstellung Ende 2018